Plakat von "Gefangen im Netz"

Gefangen im Netz

Gefangen im Netz

20201 h 40 min
Kurzinhalt

Everyone knows something like this is happening. But this is the only experiment to fully demonstrate what excessive openness on the internet means. The filmmaking couple hired youthful-looking (but over 18) actresses to pretend to be prepubescent girls and communicate with strangers who approached them based on their fake accounts. They attracted dozens of men in the first ten days, then hundreds, and finally thousands...

Metadaten
Titel Gefangen im Netz
Original Titel V síti
Starttermin 27. Februar 2020
Laufzeit 1 h 40 min
Sprachen Tschechisch
Land  Tschechien Slowakei
Keine Jugendfreigabe
Regisseur Vít Klusák, Barbora Chalupová
Drehbuch-Autor
Detail
Film-Details Geliehen
Bewertung Grandios
Bilder
Keine Bilder wurden für diesen Film importiert.

Seit dem ich die Dokumentation „100.000 – Alles was ich nie wollte“ von Fynn Kliemann gesehen habe, folge ich dem Instagram-Account von „notsold.gratis„, dem Filmvertrieb den er dafür gegründet hat. Darüber habe ich eine Dokumentation über Kindesmissbrauch im Internet gefunden.

Dokumentation

In dieser Dokumentation, zu finden über die Internetseite www.gefangenimnetz.de, dreht sich alles um 3 junge Frauen. Der Film beginnt mit einem Casting, bei dem geziehlt erwachsene Schauspielerinne gesucht werden, um Mädchen im Alter von 12 Jahren zu spielen. Bereits beim Casting berichtete die Mehrzahl der Teilnehmer, dass Sie selbst in Ihrer Jugend Erfahrungen mit Sexualmissbrauch machten.

Schließlich wählte das Team 3 Kandidatinnen aus und richtete zusammen mit den Schauspielerinnen Kinderzimmer ein, sodass auch Details zu den Rollen passten. Anschließend wurden auf verschiedenen Sozialen Plattformen Profile angelegt. Bereits ein paar Minuten später hatten die Mädchen sehr viele Anfragen von deutlich älteren Männern. Anschließend gab es Text- und Videochats mit den Männern, die im Studio natürlich vom Produktionsteam, Psychologen, Therapeuten, Anwälten und letztlich auch der Polizei betreut wurden.

Die meisten Chats fingen scheinbar harmlos an. Die Männer bauten eine Verbindung zu den Mädchen auf und versuchten das Vertrauen Ihres Gegenübers zu gewinnen. Damit bekamen Sie irgendwann Fotos der Mädchen in die Hände. Anfangs wurde noch Geld dafür geboten, wenn sie sich ausziehen, später erpressten die Täter ihre Opfer dann damit, dass die Bilder an Eltern, Freunde und Mitschüler geschickt würden, wenn sie nicht weiter machten, noch weiter gingen oder gar Geld zahlen würden. Den Opfern wurde suggeriert, dass sie selbst Schuld daran seien. Sie wären böse gewesen etc. …

Später gab es dann sogar einige persönliche Treffen in vorher präparierten Cafés. Einer der Täter brachte als Überraschung eine Frau mit und wollten das 12 jährige Mädchen zu einem Dreier überreden. Abschließend wurde einer der Täter mit seinem Verhalten konfrontiert. Ein besonderer Fall, da der Mann viel mit Kindern arbeitet. Wie zu erwarten war, wies er alle Schuld von sich und gab sich ahnungslos der rechtlichen Lage seines Handelns. Im Abspann hieß es dann, dass das Filmmaterial der Polizei übergeben und Strafverfahren eröffnet wurden.

 

Fazit

Ein sehr wichtiges Thema, über das Viele wenig bis gar nichts wissen. Ich finde es gut, das hier sehr drastisch aufgezeigt wird, was passieren kann, wenn z. B. Eltern Ihren Kindern keine Medienkompetenz vermitteln. Das Kind kann es einfach noch nicht selbst einschätzen, was gewisse Handlungen für Folgen haben können. Der Film zeigt anschaulich, wie schnell ein Täter sein Opfer verletzen kann. Viele der Casting-Teilnehmerinnen berichteten, dass Sie selbst lange Therapien machen mussten, um irgendwie mit der Situation klar zu kommen. Leider gibt es aber immer noch viel zu viele Täter da Draußen.

Bisher habe ich nur die Dokumentations-Version gesehen. Mit dem Kauf des Tickets bekommt allerdings auch eine Schulklasse Zugang zu der Schul-Version des Films und zu umfangreichem Unterrichtsmaterial. Die Schulversion ist deutlich kürzer und lässt selbstverständlich explizite Szenen aus: (Zitat von der Internetseite)

Die Schulversion (FSK 12) unterscheidet sich maßgeblich von dem Hauptfilm/Kinofilm (FSK 16). Der Kinofilm hat sich zur Aufgabe gemacht, ein möglichst reales Abbild der Vorgehensweise der Täter:innen zu zeigen und beinhaltet somit auch explizite Bilder männlicher Masturbation – in verpixelter Form. Die Schulversion verzichtet natürlich auf solche Bilder und legt den Fokus darauf, Kinder über die Risiken und Gefahren aufzuklären. Immer da, wo es zu besonders „heiklen“ Situationen für die Kinder kommt, bzw. Täter:innen aktiv werden, wird der Film unterbrochen und wir geben den Kindern und Jugendlichen Tipps an die Hand, wie sie mit solch einer Situation umgehen sollten.

Abschließend füge ich hier den deutschen Trailer an:

Hinweis: Bilder und Videos habe ich dem Social Media Kit entnommen. Hier kommst du da hin: Link.

Julian Machalett

Harry Potter Nerd • Film Nerd • (Teilzeit-)Blogger • (Teilzeit-)Admin • (Vollzeit-)Tax Nerd • Gamer • Schreiberling bei Julian's Blog und Julian's Notizen

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