21 Apr

Stereo

Deutscher TitelStereo
Original TitelStereo
Erscheinungsjahr2014
Laufzeit93
OriginalspracheDeutsch
ProduktionslandDeutschland
AltersbeschränkungFSK 16
RegieMaximilian Erlenwein
DrehbuchMaximilian Erlenwein
HauptdarstellerJürgen Vogel, Moritz Bleibtreu,
Petra Schmidt-Schaller, Georg Friedrich
IMDb

Handlung

Der Film Stereo handelt von Erik (gespielt von Jürgen Vogel), welcher im ländliche Idyll eine Motorradwerkstatt betreibt. Er hat eine Freundin namens Julia (Petra Schmidt-Schaller) und verbringt seine Freizeit mit Ihr und ihrer Tochter Linda. Es scheint alles gut zu laufen, bis eines Tages ein geheimnisvoller Unbekannter namens Henry (Moritz Bleibtreu) auftaucht, den nur Erik sehen und hören kann. Erik kann Henry nicht mehr abschütteln, er verfolgt ihn auf Schritt und Tritt.

Henry reizt Erik mit seiner zynischen Art immer mehr bis an den Rand der Verzweiflung. Da nur Erik Henry sehen kann, bleibt er mit diesem Problem vorerst allein. Die Situation spitzt sich zu, als plötzlich Gaspar mit seinen Anhängern auftaucht und Erik zwingt gegen einen anderen Gangsterboss (Keitel gespielt von Georg Friedrich) tätig zu werden. Erik wird in die Enge getrieben und er muss sich entscheiden, ob er Henry vertrauen soll und seine Hilfe annimmt oder ob er besser alleine kämpft. Erik entscheidet sich für letzteres.

Um Henry loszuwerden versucht es Erik in einer psychiatrischen Klinik, er erhält dort die Adresse einer Heilerin, welche er sofort aufsucht. Sie versucht es mit Akupunktur und Hypnose, da Erik sich jedoch in einer sehr aufgeheizten Stimmung befindet, kann Henry Erik dazu bringen, die Behandlung der Heilerin abzubrechen.

Nach einem Cut ist der Zuschauer bei einem Geheimtreffen zwischen Gaspar und Unterhändlern von Keitel. Da Erik nicht so recht mitarbeiten will, verrät Gaspar Eriks Aufenthaltsort und einige Details an diese Unterhändler, um dafür von Keitels Todesliste zu verschwinden. Die Unterhändler geben sich damit scheinbar zufrieden, um die Informationen von Gaspar zu bekommen, beschließen jedoch, sobald Keitel dies anweist, Gaspar zu töten. Es öffnet sich ein Tor zum Treffpunkt, der Zuschauer erfährt jedoch den Ausgang dieses Gesprächs nicht.

Anschließend sucht Gaspar Erik erneut auf. Erik wurde gerade mit seinem Schwiegervater in spe bekannt gemacht (dieser zeigt eine schwiegervater-typische Abneigung gegen Erik) und wird nun von Gaspar mit den Details zum besprochenen Vorhaben konfrontiert. Da dieser jedoch scheinbar nichts von dem Plan weiß, zeigt Gaspar ihm die im Transporter mitgebrachten Leichen und behauptet Erik sei Thomas „Zille“ Zilewski und habe die beiden umgebracht. Da Gaspar Erik bzw. Zille damit erpresst, dass Keitel seine Freundin Julia, deren Tochter Linda und Vater Wolfgang umbringen würde, wenn er nicht bei dem Plan mitmache und Zille letztlich nur als Ablenkung in Keitels Club anwesend sein soll, willigt dieser ein.

Erik will das ganze nicht wahr haben und sucht erneut panisch die Heilerin auf. Henry behauptet fortwährend und eindringlich, er sei ein Teil von Erik. Die Heilerin setzt diesmal intensive Akupunktur bei Erik ein. Am Ende dieser Sitzung verbleibt eine Nadel in Eriks Nacken und ein alter Mann, der in der Wohnung der Heilerin anwesend ist, erklärt Erik mit osteuropäischem oder russischem Akzent, dass Erik während der Behandlung seinen wahren Charakter offenbart hat und dass eigentlich nicht Henry, sondern Erik die Gehirnerkrankung sei. Die verbleibende Nadel blockiere allerdings seinen wahren Charakter, diese könne allerdings jederzeit entfernt werden, um ein für alle mal Eriks wahres Ich zum Vorschein zu bringen. Erik hat Angst davor und belässt die Nadel in seinem Nacken. Während dieser Sitzung werden Julia, Linda und Wolfgang aus Julias Haus entführt und in Keitels Unterweltclub gebracht.

Erik hält sich an den Plan und fährt zu Keitels Club, dort angekommen wird er allerdings sofort von Keitels Männern erkannt. Henry kann Erik davon überzeugen, dass es besser sei, sofort aus dem Club zu verschwinden. Dieser „Fluchtversuch“ endet auf der Männertoilette des Clubs. Keitel vermutet darin eine Falle, er weiß schließlich nichts von Eriks Erkrankung, und fordert Verstärkung an. Ein Schläger wird in die Toilette geschickt, um die Lage zu prüfen, der Rest von Keitels Mannschaft baut sich vor der Toilette wartend mit ihren Waffen auf. Julia, Linda und Wolfgang werden zu Keitel gebracht, dieser versucht aus dem Mädchen Informationen rauszupressen und sie verrät, dass Erik nicht ihr Vater ist. Sie wird weggebracht, Julia und Wolfgang  bleiben bei ihm. Als Wolfgang schließlich erklärt, er wäre Polizist, wird er niedergeschlagen. Währenddessen wird Erik in der Toilette übel zusammengeschlagen und bittet Henry, blutig am Boden liegend, um Hilfe. Henry stellt dafür allerdings als Bedingung, dass Erik zugibt, dass sein neues Leben eine Lüge sei. Erik zögert kurz, gibt dann aber nach und zieht die letzte Akupunkturnadel aus seinem Nacken.

Es folgt eine Rückblende, in welcher sich raus stellt, dass Erik tatsächlich, wie von Gaspar behauptet, der Verbrecher „Zille“ ist. Er sucht mitten in der Nacht Henry auf, der in Wirklichkeit sein Bruder war, und versucht diesen davon zu überzeugen, zusammen mit seiner Frau und Zille zu fliehen. Dies begründet er damit, dass er sich mit Keitel angelegt habe. Henry zögert und ist ungläubig, da er so lange nichts mehr von Zille gehört hat. Einen Moment später dringen Keitels Männer in das Haus ein, töten Henrys  Frau und im Kampf schließlich auch Henry, Zille kann fliehen.

Nach der Rückblende ist Zille wieder etwas zu sich gekommen, steht auf und erschlägt den bewaffneten Schläger in der Toilette. Er informiert Keitel über das Funkgerät des toten Schlägers, dass er nun zu ihm komme. In der Zwischenzeit hatten sich Gaspars Männer unter die Mannschaft von Keitel gemischt, es folgt ein kurzes Feuergefecht. Gaspars Männer gewinnen letztlich die Oberhand und es kommt zum Endkampf in Keitels Büro, wo sich Keitel mit Julia als Schutzschild, Hansen, Zille und Gaspar in einem ausweglosen Duell gegenüberstehen (umgangssprachlich sog. Mexican standoff). Zille versucht in einer List, Keitel davon zu überzeugen, dass ihm Julia nichts bedeute, sodass Keitel eigentlich nichts gegen ihn in der Hand habe. Er legt seine Waffe nieder und schlägt Keitel den Deal vor, dass er und Gaspar die Geschäfte übernehmen und Keitel sich zur Ruhe setzten solle. Im Gespräch stellt sich heraus, dass Keitel seine Gehbehinderung durch eine von Zille zugeführte Verletzung erlitten hat.

Keitel durchschaut die Finte und es folgt ein letztes Feuergefecht; alle, bis auf Zille, Julia, Linda und Wolfgang kommen um. Zille wurde bei der Schießerei jedoch schwer verwundet, er schafft es allerdings mit den anderen Überlebenden bis zu Ausgang des Clubs. Kurz vorm Erreichen der Tür bricht Zille drinnen alleine zusammen, während die Anderen Fliehen und die Tür zufällt.

Zum letzten Mal erscheint Henry, diesmal allerdings nicht als Gehirnkrankheit, sondern als der rechtschaffene Bruder, und raucht mit Zille eine letzte Zigarette. Julia reißt die Clubtür auf, zieht Zille heraus, schafft diesen auf sein Motorrad und fährt mit ihm weg. Man sieht nochmal Zille schwer durch die Schießerei verletzt aber grinsend an der Wand lehnend … Platz für Interpretationen.

Kritik

Mir war Jürgen Vogel bisher eher aus Comedy/Unterhaltungsfilmen bekannt, er hat mich hier allerdings (übrigens ebenso wie in der Neuverfilmung der Welle) überzeugt. Ein sehr guter, anpassungsfähiger, deutscher Schauspieler.

Die Geschichte ist vielleicht beim ersten anschauen nicht komplett zu durchschauen, aber insgesamt ganz gut durchdacht; definitiv kein Film zum nebenbei anschauen.

Die Stimmung wird den ganzen Film über schön aufrecht gehalten und bis zur finalen Schießerei aufgebauscht.

Dieser sehr düstere Film passt ganz gut zu meinem Geschmack, die Schauspieler sind gut gecastet und überzeugen auf ganzer Linie. Ich gebe diesem Film 95 von 100 Punkten.

Quellen:

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