17 Nov

Archiv: Kopierschutz

Heute gibt es etwas aus dem Themenbereich Hard- und Software. Es ist beides betroffen, auch wenn man es im ersten Moment vielleicht nicht direkt erkennt. Ich habe in einer Zeitung einen Artikel über Kopierschutz gelesen und nahm diesen zum Anlass, einen eigenen Artikel zu verfassen.

Vorab ein Hinweis: Wie hier beschrieben, handelt es sich bei dem folgenden Artikel um etwas von meinem alten Blog, welcher nur zum Teil etwas umgeschrieben wurde. Die Informationen sind eventuell nicht mehr top aktuell!

In dem Artikel ging es darum, dass erst Kopierschutzmechanismen erfunden wurden, nur um sie später wieder zu entfernen. So gab es zum Beispiel von BMG ein Album, dessen Kopierschutz war so aggressiv, dass die CD in einigen Geräten nicht abgespielt werden konnte. Das ist schon sehr übertrieben … früher war das noch einfacher.

Bei Videokassetten wurden zum Beispiel Störsignale mit auf das Band gepackt, sodass der Film-Genuss bei einer Kopie nicht besonders hoch war. Alles begann, als 1837 das erste moderne Urheberrecht in Kraft trat. Diese preußische Gesetz verbot Nachdrucke wissenschaftlicher und künstlerischer Werke. Vorher (etwa im 13. Jahrhundert) wurden hingegen noch Bücherflüche genutzt, um Werke zu schützen.

1980 wurden die so genannten Dongles eingeführt. Zum Beispiel das Textverarbeitungsprogramm „Wordcraft“ nutze es. Ohne den Kopierschutzstecker lief da nichts.

Mitte der 1980er Jahre wurde bei einem Spiel ein Prismenglas auf den Monitor gehalten, um den Code lesen zu können. Wenig später wurde es noch kreativer, wobei man meist nur einen langweiligen Code eingeben musste, um ein Programm oder Spiel starten zu können. Kreativer war da „Monkey Island“ mit einem Drehrad. Wenig später, als allerdings die Festplatten noch zu klein und CD-Brenner zu teuer waren, genügte die CD als Kopierschutz, da sie nicht vervielfältigt werden konnte.

Kurz danach erschien der Film „12 Monkeys“ in Deutschland als DVD, welche erstmal den CSS-Schutz aufwies.

Allerdings schlief die „andere Seite“ auch nicht: Die Hacker, Cracker usw. entschärften und entschlüsselten regelmäßig die neusten Kopierschutzverfahren.

2001 kam dann mit Windows XP die „Windows Product Activation“  per Internet. Viel Kritik wurde laut und auch Datenspionagervorwürfe wurden geäußert. Kurz darauf kam mit Steam eine neue Möglichkeit. Denn durch die Accountbindung lies sich diese Vertriebsplattform auch als Kopierschutz nutzen, allerdings gab es bereits kurze Zeit später für viele Spiele Cracks, um die Steam-Bindung zu umgehen.

Da in der Zeit der Smartphones die Mobilität und der unbeschränkte Zugriff auf die Medien immer wichtiger werden, rücken Kopierschutzmechanismen wie das DRM-Feature ins Rampenlicht. So kann man eine geschützte Kopie einer Blua – ray – Disc auf dem PC ablegen und aufs Handy streamen.

In der Musikindustrie wurde ein anderes Feature eingesetzt, da der anfängliche DRM-Schutz zu streng war griff man hier auf digitale Signaturen. Diese sind in MP3-Dateien meist als Wasserzeichen vorhanden und können vom Nutzer nicht entfernt werden. Auch kann der Nutzer dies meist nicht auslesen, sie schränken den User aber auch nicht im Gebrauch ein. Die Dateien sind beliebig kopier- und sicherbar. Rechteinhaber (z. B. Plattenfirmen, Künstler) können die illegale Verbreitung anhand der Wasserzeichen schnell nachvollziehen, wer diese in Umlauf gebracht hat. Damit haben beide Seiten den größtmöglichen Nutzen: Der User kann uneingeschränkt legal kopieren und sichern und die Rechteinhaber können bei Verletzung Ihrer Rechte schnell reagieren.

Soweit erstmal zu diesem Thema. Bei Fragen, Anregungen, Problemen etc. bitte als Kommentar oder über das Kontaktformular.

 

kopierschutz photo

Photo by netzpolitik.org

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